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Schulkino

Die Schüler der elften Jahrgangsstufe des Wilhelm-Erb-Gymnasiums in Winnweiler besuchten am Montag, den 06.06., das Provinzkino in Enkenbach.

Im Rahmen der „SchulKinoWoche Rheinland- Pfalz“ wurde der Dokumentarfilm „Kleine Wölfe“ gezeigt und den Schülern anschließend die Möglichkeit geboten, dem Regisseur Justin Peach Fragen zu stellen. Zu Beginn der Veranstaltung führte eine Filmpädagogin in die Thematik und Dramaturgie des  Filmes ein und erläuterte den Schülern wesentliche Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis des etwa 50-minütigen Filmes. Die im Jahr 2009 in Nepal gedrehte Dokumentation beschäftigt sich mit dem elfjährigen Sonu, der zusammen mit etwa zehn anderen Jungen auf den Straßen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu lebt. Das Leben der bettelnden Straßenkinder ist geprägt von Hunger, Gewalt und Drogen, wobei vor allem die zahlreichen und oftmals auch spendablen Touristen ihr Überleben sichern. Obwohl es innerhalb der Gruppe immer mal wieder zu kleineren Machtkämpfen um die hierarchische Ordnung kommt, halten sie doch zusammen wie ein Wolfsrudel, was den Regisseur Justin Peach zum Namen „Kleine Wölfe“ inspirierte. Nach der Präsentation des Dokumentarfilmes durften die Schüler ihre Fragen zum Film stellen. Zum Beispiel sind keine Mädchen in der „Straßengang“, weil diese auf den von Drogen und Gewalt geprägten Gassen Kathmandus keine Überlebenschancen haben. Außerdem haben die Jugendlichen das Filmteam bald in ihr Vertrauen geschlossen und alles mit ihnen geteilt. Die Idee zum Film kam dem reisefreudigen Peach übrigens selbst bei einem Urlaub im trotz boomendem Tourismus sehr armen Nepal. Der drei Monate andauernde und sehr aufwendige Dreh auf den schmutzigen Straßen Kathmandus hat sich dennoch gelohnt, unter anderem gewann die Dokumentation den Deutschen Nachwuchs-Filmpreis 2009 und war 2011 für den Grimme-Preis nominiert. Auch die Schüler des WEG waren zugleich fasziniert und geschockt vom gefährlichen Leben der nahezu Gleichaltrigen. „Mir war bewusst, dass es Straßenkinder gibt, aber dass die meisten schon mit 20 Jahren sterben, hat mich besonders schockiert. Wir sind ja auch bald 20“, sagte eine Schülerin. Regisseur Justin Peach ist sich bewusst, dass er diese sozialen Missstände mit seiner aufklärenden Dokumenation kaum aus der Welt schaffen, aber immerhin viele Menschen zum Nachdenken anregen kann. Darunter wohl auch auch die Schüler des WEG ...
Maurice Weber

 

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