Italienaustausch des WEG

Diesen Austausch gibt es seit dem Schuljahr 1996/97 für die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse (parallel zum Amerikaaustausch):

Unsere Partnerschule ist das Wirtschaftsgymnasium Istituto Tecnico Statale "Citta del Tricolore" in Reggio Emilia, Italien.

Die betreuenden Lehrkräfte sind auf italienischer Seite Frau Alberta Sacerdoti und Frau Giuliana Polledri und auf deutscher Seite Frau Doris German und Frau Petra Behrens.

Reggio Emilia liegt landschaftlich sehr reizvoll zwischen Parma und Bologna in der italienischen Poebene am Fuße der Apenninen. Von Touristen wenig besucht, hat sich die Stadt ihren ländlichen Charakter bewahrt. Dass Reggio Emilia dennoch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, gründet weniger in seiner zentralen Lage an der Bahnstrecke von Mailand nach Rimini denn in der Tatsache, dass die Stadt sowohl der Geburtsort der grün-weiß-roten Landesfahne als auch des weltberühmten Parmesankäses, des Parmigiano Reggiano, ist. Kulinarisch gesehen ist die Region zudem für den Lambrusco, den Parmaschinken und den aus Büffelmilch hergestellten Mozzarella-Käse bekannt.

Ziele und Durchführung des Austauschs:

Die Partnerländer einmal nicht aus Touristenperspektive erleben, sondern authentisch durch die Unterbringung in Gastfamilien und durch die Teilnahme am regulären Unterricht Einblicke in das Schulsystem des jeweiligen Gastlandes. Hier wird u.a. in Projektarbeit eine bestimmten Problematik aus deutscher bzw. italienischer Perspektive durchgeführt, und zwar in gemischten italienisch-deutschen Gruppen.

Das weiterreichende Ziel hierbei besteht in der Erweiterung der fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenz im Hinblick auf die Förderung von übernationalem Problembewusstsein und gesamteuropäischen Problemlösungsstrategien

Ein Einblick in die Projektarbeit:

Herbst 1996
(am WEG)
"Fremde in Deutschland und Italien" - vergleichende Betrachtung der Minderheitenprobleme in Italien und Deutschland
Frühjahr 1997
(an der Citta del Tricolore)
"Umweltschutz unter regionalen Aspekten"

Herbst 1997
(am WEG)
"Deutschlandbild der Italiener bzw. Italienbild der Deutschen" - Klischees und Vorurteile standen zur Debatte
Frühjahr 1998
(an der Citta del Tricolore)
"Regionale Berufsperspektiven italienischer, schwedischer und deutscher Abiturienten"

 

Sonstige Unternehmungen in Deutschland:

Gemeinsame sportliche Aktivitäten: Fun- Olympiade, Besichtigung der Brauerei Bischoff (so manche Elwedritsche hat als Schlüsselanhänger ihren Weg nach Italien gefunden) sowie der Besuch eines Heimspiels des 1.FCK

Weitere Höhepunkte: Gemeinsame Ganztagsausflüge nach Heidelberg, Speyer und Frankfurt/Main

Sonstige Unternehmungen in Italien:

Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Reggio Emilia, d.h. der Kathedrale, des Stadttheaters Valli und der Sala del Tricolore. der ausgedehnte Wochenmarkt, der sich über drei mittelalterliche Piazze erstreckt und sich durch die Vielfalt der feilgebotenen Waren (Kleider, Lederwaren, Bücher, Obst und Gemüse etc.) sehr von einem deutschen Markt unterscheidet.

Besichtigung lokaler Produktionsstätten, z.B. einer Parmesankäserei

Gemeinsame Ganztagesausflüge nach Florenz, nach Pisa, an den Strand von Viareggio und in die Marmorbrüche von Carrara

Kommentare einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austausches 1997/98:

"Wir kamen uns gar nicht wie Touristen vor, weil wir ja in Gastfamilien wohnten und mit unseren italienischen Austauschschülern zusammen waren ... Das schönste am Tag waren die gemeinsamen Abende. So fuhren wir einmal auf ein Dorffest, gingen häufig abends zusammen essen und einmal organisierten unsere Austauschpartner sogar eine Party. Kulturell gesehen, haben wir unseren Bildungsstand erheblich erweitert und, kulinarisch gesehen, sind deutsche Pizzas und Spaghetti eine Beleidigung unserer Gaumen." (Martin Hauter)

"Ich fand den Austausch absolut Klasse. Ich bin zwar immer noch nicht hinter das Geheimnis gekommen, warum Italiener bei soviel gutem Essen nicht dick werden, aber mich hat das bei den ganzen kulinarischen Meisterwerken dann auch nicht weiter interessiert. Ich finde, dass so ein Austausch viel besser dazu geeignet ist, ein Land und seine Kultur kennenzulernen, als wenn man nur als Tourist hinfährt. Ich würde sofort wieder mitmachen." (Theresa Leister)

Zum Seitenanfang