Theater-AG besgeister mit William Shakespeares Klassiker

Schülerinnen und Schüler des WEG haben auch dieses Jahr wieder ein Projekt einstudiert und auf die Bühne gebracht. Nachdem auch im vergangenen Jahr mehrere Darsteller das Gymnasium mit dem Abitur verlassen hatten, fand eine "Frischzellenkur" mit teilweise noch unerfahrenen Darstellern statt. Die "alten Profis" hatten große Fussstapfen hinterlassen, die unsere Neulinge, die zum Teil sogar zum ersten Mal auf der Theaterbühne standen, mit Bravour zu füllen wussten. Shakespeares Liebeskomödie "Viel Lärm um nichts" fesselt mit spritzigen und anspruchsvollen Wortgefechten sowie urkomischen Verwicklungen. Natürlich blieb bei den am 26. und 27. April im Festhaus gezeigten Inszenierungen auch die Romantik nicht auf der Strecke. Ja, sogar ein waschechter Schwertkampf fand auf der Bühne statt!

Die "Rheinpfalz" bescheinigte der Truppe, in der von der achten bis zur zwölften Klasse alle Altersgruppen vertreten waren eine "grandiose Vorstellung"! Wenn das nicht Lust auf viele weitere Theaterprojekte macht...

Benedick und Beatrice im Clinch - und doch ein Herz und eine Seele

Benedick und Claudio im Kampf um die Ehre einer Lady

 

 

Das WEG blickt auf ein erfolgreiches Theaterjahr 2017 zurück

Zwei turbulent inszenierte und vom Publikum gefeierte Komödien - das ist die erfolgreiche Bilanz der Theater-AG des Wilhelm-Erb- Gymnasiums. Los ging es im März mit den ersten beiden Aufführungen. Zunächst präsentierten die Schüler der Oberstufe Oscar Wildes Beziehungskomödie „Bunbury – Ernst sein ist alles“ auf. Der feine Humor des Stücks, das subtil mit den Klischees des Dandylebens im England der Jahrhundertwende spielt, wurde von den Darstellern wunderbar in Szene gesetzt. Besonders die fünf diesjährigen Abiturienten, die die Inszenierung weitgehend in eigener Regie erarbeiteten, konnten hier ihrer langjährigen Theaterkarriere einen krönenden Abschluss verleihen.

 

Bunbury - Ernst sein ist alles! 

 

Doch auch die jüngeren Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft waren im zurückliegenden Schuljahr nicht untätig. Im Mai inszenierte das Ensemble, das sich zum Großteil aus Schülern der siebten bis zehnten Jahrgangsstufe zusammensetzt, die Krimikomödie „Mörder mögen’s messerscharf“ von Christine Steinwasser. Darin erforscht ein verblichener Baron die Gründe für sein Ableben, hinter dem natürlich seine gelgierige Ehefrau steckt. Auch dieses Projekt wurde vom Publikum im gut besetzten Festhaus mit Begeisterung aufgenommen. Großes Lob ernteten besonders die jüngsten Darsteller, deren gekonntes Spiel der mit Slapstick-Elementen versetzten Komödie besonderes Tempo verlieh. Die betreuenden Lehrkräfte, Jonathan Ruhl und Kathrin Zöller, waren sich an beiden Abenden sicher, dass ihnen um den Nachwuchs nicht bange sein muss!

Mörder mögen's messerscharf

Fazit der diesjährigen Saison: Die Theater-AG des WEG wird auch in den kommenden Jahren in starker Besetzung arbeiten und dem Publikum aus nah und fern spannende, lustige und zum Grübeln anregende Geschichten präsentieren. Darsteller und Lehrer freuen sich darauf!

 

Liebe, Intrigen und Situationskomik – Die Theater-AG des WEG überzeugt mit Molières „Knallkopf“

Lelio, ein junger Mann aus gutem Hause, liebt im Neapel des 17. Jahrhunderts die in Sklaverei geratene Sizilianerin Celia. Hinter dieser ist jedoch auch der Jurastudent Leander her. Zu allem Übel hat Lelios Vater Pandolfo die Tochter des wohlhabenden Anselme, Lavinia, für seinen Sohn als Braut auserkoren. Daher weigert er sich, ihm das Geld zu überlassen, um Celia freizukaufen. Welch ein Glück, dass Lelios treuer Diener Mascarille alles versucht, seinem Herrn den Weg zu seiner Angebeteten zu ebnen. Dumm nur, dass der Tolpatsch Lelio sämtliche Tricks und Intrigen, die Mascarille ausheckt, unwissentlich sabotiert und durch seine eigenen hilflosen Versuche ans Ziel zu gelangen, zunichtemacht.

Selbst als Leander seine Ansprüche auf Celia aufgibt, da er von Lavinias Reichtum erfahren hat, stellen sich Lelio Hindernisse in den Weg da sein Vater weiterhin darauf besteht, dass es bei der verabredeten Vermählung mit Anselmes Tochter bleibt. Zu allem Überfluss taucht auch noch ein Maulheld namens Megalo Manlio auf, dessen Größenwahn sich schon in seinem Namen aufs Deutlichste zeigt. Dieser ist im Auftrag von Celias Vater nach Neapel gereist, um sie freizukaufen und seinerseits als Braut heimzuführen…

Seit Beginn des Schuljahres hatte sich die Theater-AG unter Leitung von Jonathan Ruhl und Kathrin Zöller intensiv mit dem Text Molières auseinandergesetzt und sich auf die Inszenierungen vorbereitet. Nach viel Engagement und einem gehörigen Aufwand an Zeit und Energie konnten die Schülerinnen und Schüler am 5. und 6. März im Festhaus in Winnweiler mit ihrer Interpretation der turbulenten Komödie die jeweils etwa 250 Zuschauer begeistern. Das Timing war durchweg stimmig und in den von besonderer Situationskomik geprägten Szenen zeigten die Darsteller, dass sie professionell und mit großem Schwung zu Werke gehen können.

Die Kulisse wurde von der Bühnenbau-AG unter Leitung von Anne-Katrin Dietrich entworfen und mit viel Liebe zum Detail verwirklicht. Eine besondere Herausforderung stellten die Kostüme dar, die ja der Garderobe des 17. Jahrhunderts nachempfunden sein sollten. Hier griffen das Pfalztheater in Kaiserslautern sowie die Musikschule Baldermann in Rockenhausen der Theater-AG dankenswerter Weise durch Beratung und das Ausborgen von Kleidungsstücken unter die Arme. Für die musikalische Untermalung sorgten Chor und Orchester des WEG, die von Stephanie Burkhardt und Britta Kreisel betreut werden.

Die monatelange Arbeit lohnte sich an beiden Abenden für alle Beteiligten und das dankbare Publikum verabschiedete Schauspieler und Musiker mit stürmischem Applaus und dem schönen Gefühl, gut unterhalten worden zu sein.

 

Es spielten:

PANDOLFO, Kaufmann

 

Daniel Bundt

LELIO, dessen Sohn

 

Markus Baldermann, Noah Wittig

MASCARILLE, Diener Lelios

 

Michael Bachtler, Lisa Küsters

ANSELME, Finanzier

 

Mike Gilbert, Christoph Baldermann

LAVINIA, Tochter Anselmes

 

Anna Heigl, Saskia Halbenz

FALDINA, Dienstherrin Celias

 

Lena Rudolph (Kl.11), Julia Sundheimer

CELIA, Sizilianerin in der Sklaverei

 

Jana Gretz, Lena Rudolph (Kl.12)

LEANDER, Student der Rechte

 

Tristan Kappel, Kira Meggers

ERGASTE, Lazzarone (Bettler in Neapel)

 

Juliane Denzer, Luise Kreilaus

MEGALO MANLIO, sizilianischer Maulheld

 

Pascal Schneickert

LAUDAMIA, Schwester Celias

 

Svenja Schäffler, Katharina Manuel

BOTE

 

Alicia Ströhla

Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler

Mordprozess mit Hokuspokus - Theater-AG des WEG begeistert mit Komödie von Curt Goetz

Am 25. und 26. Februar zeigten die Arbeitsgemeinschaften des WEG wieder einmal, dass sich Fleiß und Herzblut auszahlen. Unter Leitung von Herrn Ruhl und Frau Zöller inszenierten Schülerinnen und Schüler der Theater-AG die Gerichtskomödie „Hokuspokus“ von Curt Goetz. Darin geht es um die junge Witwe Agda Kjerulf, die des Mordes an ihrem Mann Hilmar, einem berühmten dänischen Maler, angeklagt ist. Im Verlauf der Verhandlung sorgen zahlreiche illustre Zeugen (alle gespielt von einer Darstellerin!), überraschende Wendungen und hinreißende Schlagabtausche zwischen Richter, Verteidiger und Staatsanwalt für großartige Unterhaltung. Das Ende ist ebenso verblüffend wie herzerwärmend und beim Zuschauer stellt sich die Erkenntnis ein, dass nicht alles so ist, wie es im ersten Moment scheint. Lustig und voller Situationskomik, aber zuweilen auch durchsetzt mit hintergründigem Humor, ist „Hokuspokus“ wohl eines der besten Stücke von Curt Goetz. Die Schülerinnen und Schüler der Theater-AG spielten an beiden Abenden auf hohem Niveau. Auch in diesem Jahr waren mehrere Abiturienten an dem Projekt beteiligt (Markus Baldermann, Jana Gretz, Lisa Küsters und Noah Wittig), die trotz zusätzlicher Lernbelastung Hervorragendes auf der Bühne leisteten. Das Orchester unter Leitung von Frau Burkhardt und die Bühnenbau-AG (Leitung Frau Dietrich) machten den Abend perfekt und am Ende gab es für alle Beteiligten den verdienten Applaus.

Es spielten: Daniel Bundt, Markus Baldermann (Gerichtspräsident Arden); Christoph Baldermann (Arthur Graham); Alicia Ströhla (John); Michael Bachtler, Noah Wittig (Peer Bille); Finn Himmer (Polizist); Mike Gilbert, Tristan Kappel (Staatsanwalt Wulkens); Anna Heigl, Lisa Küsters (Agda Kjerulf); Pia Sandhäger, Maja Brill (Gerichtsdiener); Lena Rudolph, Jana Gretz (die Zeugen); Fiona Lawler (Frau Engstrand); Mara Niebling (Krankenschwester)

 

Fotos:

 Peer Bille bei der „Beweisführung im Haus des Gerichtspräsidenten"

 Peer Bille bei der „Beweisführung im Haus des Gerichtspräsidenten"