Formel M*-Wettbewerb am WEG
(* Autos mit Mausefallen-Antrieb)

Schülerinnen und Schüler kämpfen um den Sieg. Das Sieger-Auto von Erik und Svenja Baumgärtner (Physik-Grundkurs 11) schafft satte
8,60 m – und ist Sieger im diesjährigen Wettbewerb der Mausefallen-Autos. Zwar wurde der aktuelle Weltrekord mit 140 m nicht eingestellt – aber es machte allen viel Spaß. Auch eine Menge an technischem knoff-hoff wurde in die Konstruktionen eingebaut … physics – physics…….

 

Das Sieger-Duo

Das Siegerauto

Berlin – eine zweifache Herausforderung für WEG`ler


WEG-Präsenz im "Haus der deutschen Wirtschaft" und bei "Kontexis"

Mint-EC-Fortbildungsveranstaltung in Bad Homburg

Kommentar und Konzept der Mint-EC-Initiative des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall

(Bild I: Team am Stand im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin)
Dienstag – 19. April 2005. Auf Einladung des Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt präsentierte sich die Physik-KiGa-Gruppe des Wi-helm-Erb-Gymnasiums ihr Projekt. Gleichzeitig vertraten Verena Pägert, Liesa Ritzmann, Katrin Schmitt und Gabi Stetzenbach unter Leitung von Studiendirektor Werner Stetzenbach auch offiziell Science-on-Stage Deutschland e.V. auf zwei Foren. Diese Einladung war einerseits eine neue Herausforderung aber auch gleichzeitig eine kleine Belohnung für das jahrelange Bemühen am Alltag ausgerich-tete Experimente vorzubereiten und in Kindergärten und Grundschulen durchzuführen. Mittlerweile haben deutschlandweit über vierzig Schulen dieses Pilotprojekt übernommen. Eine der hier notwendigen Fortbildungsveranstaltungen wurde anschließend über zwei Tage in den Räumen von Kontexis durchgeführt. Begeistert beobachteten interessierte Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern die Interaktionen, welche auch die Berliner Kinder aus einem nahe gelegenen Kindergarten faszinierten. Es war eine echte Meisterleistung; dabei galt es auch sprachliche und viele soziale Aspekte neben den dominierenden physikalischen Inhalten zu berücksichtigen. Nach Bad Homburg (15.+16.März.2005) war dies die zweite von „Think-Ing“ geförderte Veranstaltung dieser Art; eine weitere Veranstaltung findet in Köln (07.-08.Juni 2005) statt. Ein abschließender Programm-punkt des Berliner-Programmes war die Präsentation des von der Bundesregierung geförderten Kontexis-Werbefilms. Hierin werden die Besonderheiten der WEG-Teamideen im bundesweiten Ver-gleich mit drei weiteren Initiativen dargestellt. Wie es im Film kommentiert wird – Winnweiler auf gleicher Höhe mit Berlin, Mün-chen und Bielefeld. Nicht nur eine super Werbung für das WEG – auch der einmalige Blick über Winnweiler fasziniert.
(Bild II: Katrin Schmitt und Gabriele Stetzenbach – Besuch einer Wirtschafts- und Bildungsdelegation aus Kolumbien)
Teilnehmer:
- Werner Stetzenbach
- Gabriele Stetzenbach
- Verena Prägert
- Liesa Ritzmann
- Katrin Schmitt


Kommentar zur Mint-EC-Fortbildungsveranstaltung:
Weiterbildung Berlin : 19./20. Mai 2005
Wahrnehmenserziehung und Sinnesschulung
Reflexionen zur Berliner Konferenz des THINK ING. - Projekts: "Physik im Kindergarten“
Als Teilnehmer der überaus interessanten und anregenden Veranstaltung im Rahmen des THINK ING. - Projekts "Physik im Kindergarten" möchten wir zunächst Herrn Stetzenbach für die geschickte Organisation mit einem effizienten Zeitmanagement danken. Skeptisch machten wir, Herr Dr. Torsten Skorubski aus Cottbus und Helmut Staff aus Erfurt, uns auf die Reise nach Berlin. Dabei wurden wir zur Unterstützung von unseren aktivsten Schülerinnen bei diesem Projekt begleitet. Aus Cottbus kam Caroline Fongern aus der Klasse 12 und aus Erfurt die Schülerin Helena Ballasus, die bereits in der Klasse 9 Feuer und Flamme für diese Idee ist. Selbst eine Menge von Ideen im Kopf und noch mehr Fragen und unformulierte Probleme im Bauch wurden wir gleich von dem konstruktiven und sehr freundschaftlichen Auftakt eingenommen. Das aufrichtige Interesse an einer gemeinsamen und wichtigen Pioniertat, das wir bei allen Teilnehmern, mit denen wir sprachen verspürten, verband uns von Anfang an. Nach der gegenseitigen Vorstellung ging es gleich zur Sache. In der einführenden Präsentation zeigte Herr Stetzenbach die wichtigen Fragen auf:
- Wo haben die Kinder ihre Motivation verloren, sich mit Nawi-Fragen auseinander zusetzen?
- Welcher Zusammenhang besteht zwischen Deutschlands wirtschaftlicher Situation und den geistigen Potenzen unserer Kinder?
- Warum wollen wir zusätzlich zu unserer Arbeit physikalische Experimente in den Kindergarten tragen?
Die Folgerungen sind so schlüssig wie eine deduktive Herleitung:
1. Erfahrungen sammeln
2. Orientierungshilfen für die Kinder in einer technisierten Umwelt geben
3. Unterstützung von Integrationsbemühungen
4. Möglichst zwei Ziele bei jedem Experiment: Wahrnehmungserziehung und Sinnesschulung bei unseren Jüngsten zu erreichen
5. eigene Beiträge der Kinder müssen unbedingt wahrgenommen werden
6. Keine Weiterbildung für Kindergärtnerinnen
7. Erklärungsmuster müssen kindgerecht sein, sollen sich auf die Erlebniswelt beziehen und dürfen keine Fachtermini enthalten
8. den Kindern etwas Gegenständliches mitgeben
9. Die Kinder müssen aktiv sein und sollen selbst spielerisch agieren, nicht nur andere beobachten
10. Die Kinder brauchen Anerkennung für kleine Erfolge, ob in Beobachtung, Planung, Ausführung oder Kreativität.
Die zwei sich bei uns aufdrängenden Fragen wurden allerdings unterschiedlich befriedigend beantwortet. Auf die Frage nach den Kriterien für die Auswahl des Kindergartens hat die Antwort „spielt eine untergeordnete Rolle“ auch sofort überzeugt, nur muss es der Wunsch des Kiga nach dem Angebot sein, nicht etwa eine Duldung. Die zweite Frage nach der als Ziel anvisierten Systematik wurde bereits hinsichtlich der Alternative unterschiedlich beantwortet und löste weitere Diskussionen aus. Den Argumenten des "Keine-Systematik-Lagers" , die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
- Flash back für später ist auch ganz wichtig
- Eine fachinterne Systematik ist unverständlich
- Verletzung des Prinzips einer altersgerechten Fasslichkeit
- Materielle Voraussetzungen sind zu unterschiedlich
standen die anderen mehr oder weniger heftig entgegen:
• Die Zielsetzung/Systematik bestimmt die Organisationsform, z.B. welche Schüler wie oft mit welchen Experimenten an welchen Kiga gehen.
• Eine physikalische Systematik kann freilich alles zerstören, aber irgend ein Band müssen die Kinder ja spüren, dem wir dann auch folgen.
• Letztlich stellen ja Themen wie „Luft", „Wasser" oder „Magnete" als Leitlinien auch eine Systematik dar.
Nach diesen grundlegenden Diskussionen stellte Herr B. Zinn aus Alsfeld seine bereits durchgeführten Veranstaltungen mit Schülern und Vorschulkindern anhand von Wort und Bild vor. Interesse fanden vor allem auch seine Auswertungen wie auch die unterschiedliche und vielfältige Möglichkeit der Bewertung der Schülerleistungen in diesem Zusammenhang. (Vgl. Beiträge von Herrn B. Zinn im Forum www.Think-ing.de/ting_forum). Zusammenfassend ist sein Ziel, einerseits bei den Kindern das Interesse zu wecken, das Beobachten und Staunen zu trainieren und andererseits mit den Schülern eine Möglichkeit des fachübergreifenden Unterrichts zu nutzen und gleichzeitig auch andere Bewertungsmöglichkeiten als nur die sachliche Richtigkeit zu nutzen, offenbar zwar mit sehr viel Aufwand, aber klar erreicht worden.
Während und nach dem Abendessen am Alex wurden die bereits aufgeworfenen Fragen weiter in kleinen Gruppen diskutiert und so auch neue Bekanntschaften geschlossen.
Am Morgen des nächsten Tages (20.04.2005) trafen wir uns wieder, um einige Materialien vorgestellt zu bekommen. Dabei entstand der einhellige Wunsch, den Film von Kon Te Xis als Werbeträger einzusetzen, um vor allem die anderen Kollegen an den Heimatschulen für dieses Projekt zu sensibilisieren. Anschließend machte uns Herr Stetzenbach mit den Schwerpunkten der folgenden Vorstellung der tatsächlichen Arbeit mit einem Kindergarten vertraut. Was sich nun ereignete überzeugte auch den letzten Skeptiker. Selbst einmal in die leuchtenden Kinderaugen zu sehen, wenn die Erkenntnis anhand eines einfachen, von einem Vierjährigen durchgeführten Experiments, dass Luft nicht nix ist, ist schon ein überzeugendes Argument. Die Vielzahl der durchgeführten Experimente lässt sich hier nicht auflisten. Bedeutsam waren aber auch die Hinweise zum Umgang mit dem Kindergarten, um das Erlebnis nachhaltig zu machen:
• Man sollte den Kontakt möglichst zu zwei Kindergärten pflegen.
• Pro Schüler sollten sich sechs bis sieben Kinder einfinden und die Stationen durchlaufen. Unser Meinung nach sind das allerdings zu viele, wir haben die Beobachtung gemacht, dass dann ein oder zwei weniger aktive Kinder abseits stehen, deshalb werde ich versuchen, nicht mehr als vier Kinder in einer Gruppe mit einem Schüler experimentieren zu lassen.
• Es sollte ein gesunder Wechsel von Vorführung und selber machen organisiert werden.
• Die dabei zu erstellenden Fotos müssen anschließend an den Kindergarten gegeben werden, damit ein nachhaltiges Erlebnis für die Kinder wie aber auch eine breite Unterstützung der Eltern erfolgt.
• Mit den Kindergärtnerinnen ist der Tag spätestens eine Woche danach auszuwerten, damit man die wertvollen Anregungen auch gezielt in die weitere Arbeit einbauen kann.
• Es ist klug zu entscheiden, ob man die Gruppen nach Altersunterschieden oder nach Leistungsvermögen einteilt, damit die gleichmäßige Einbeziehung aller gegeben ist.
• Die Methode „Alle Stationen der Reiher nach“ oder „ Auswahl nach Schwerpunkten“ setzt aber wieder die Beantwortung der oben genannten Frage nach einer Systematik voraus.
Wenn hier allerdings im wesentlichen auf die Arbeit mit den Kindern abgehoben wurde darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der enorme Zusatzaufwand für die Lehrer doch hauptsächlich deswegen aufgebracht wird, weil sie in diesem Projekt eine Chance der besonderen Ausbildung ihrer Schüler sehen. Dabei werden nicht nur Selbständigkeit und eine Sensibilisierung hinsichtlich des Umgangs und des Einfühlungsvermögens mit den Kindern gefördert. Auch der Zuwachs an physikalischen Kenntnissen durch die Überprüfung eigener Kenntnisse durch ein außergewöhnliches Kriterium wie auch der Förderung der Kreativität spielen eine besondere Rolle. Deshalb sind die Erfahrungen, die Herr Zinn mit einer kompletten Klasse machte von besonderem Interesse. Diesem Aspekt, nämlich der 5 Anleitung der Schüler bei diesem Projekt sollte verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet sein.
In der anschließenden Lernwerkstatt von Kon Te Xis wurden uns weitere Experimente, auch für die Grundschule, von Herrn Bisanz und seinem Kollegen vorgestellt, auf die Methodenmesse am 15./16.Juni hingewiesen und das Versprechen abgegeben, weitere Fachtagungen von außen zu unterstützen.
Für diese überaus anregende und gelungene Veranstaltung möchten wir uns herzlich bei Herrn Stetzenbach und seinem Team, Herrn Gollub vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall und den Kollegen von Kon Te Xis bedanken.
Dr. Torsten Skorubski , Helmut Staff

Bericht in der "Taunuszeitung"



 

Kommentar zur Mint-EC-Fortbildungsveranstaltung „Physik im Kindergarten“ in Bad Homburg (15. + 16.März 2005):

Gesamtmetall trägt die Physik in den Kindergarten MINT-EC-Schulen erproben vielversprechendes Konzept

„Eigentlich müssten wir uns viel mehr um die Kindergartenkinder kümmern als um die Abschlussklassen.“ Wolfgang Gollub, verantwortlich für die Berufsinformation beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall erntete für diesen Satz bei einer Podiumsdiskussion im Herbst 1992 einiges Gelächter von Podium und Zuhörern. Zu kurios schien die Vorstellung dieses Handlungsfeldes für die Arbeitgeber.

 

Heute - zwölf Jahre später und nach PISA, TIMMS und OECD-Bildungsstudie – lacht niemand mehr. An vielen Stellen laufen inzwischen pädagogische Projekte mit Kindergärten und Grundschulen. Firmen, Hochschulen und Verbände sind im Primarbereich zunehmend aktiv.

 

Gemeinsam mit den von Gesamtmetall unterstützten Vereinen MINT-EC (www.mint-ec.de) und Science on Stage Deutschland (www.science-on-stage.de) startet der Arbeitgeberverband nun ein eigenes Projekt unter dem Titel „Physik in Kindergarten und Grundschule“.

 

Pilotversuch an MINT-EC-Schulen

 

Vierunddreißig vom Verein MINT-EC als naturwissenschaftliche Excellence Center zertifizierte naturwissenschaftliche Gymnasien in ganz Deutschland nehmen ab Januar 2005 an einem achtzehnmonatigen Pilotversuch teil. Inhaltliche Grundlage ist dabei eine von Werner Stetzenbach verfasste Unterrichtshilfe, die auf dem Konzept seines 2003 in Noordwyk beim internationalen naturwissenschaftlichen Festival „Science on Stage“ präsentierten Projektes „Physics in Kindergarden and Basic School“ basiert.

 

„Die Grundidee des Projektes ist es, dass junge Physiklehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 10 oder 11 in den Kindergärten und Grundschulen in der Umgebung ihrer Schule mit den Kindern ein ansprechendes Repertoire von Physik-Experimenten durchführen“, umreisst Gollub die geplante Aktion. „Wir stellen dafür die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und werden die Lehrer in Seminaren auf das Projekt vorbereiten.“

 

Der Verbandsmanager sieht in dem Projekt viele Möglichkeiten und Vorteile: „Zu allererst bieten wir den Mädchen und Jungen im Kindergarten und ihren Erzieherinnen einen interessanten und anregenden Einstieg in die Welt der Naturwissenschaften und Technik. Die Schülerinnen und Schüler, die die Versuche vorbereiten und durchführen, verbessern insbesondere ihre Präsentationsfertigkeiten.“

 

Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch und Dokumentation geplant

 

Die beteiligten Gymnasien profitierten, in dem die Fachlehrer/innen sich ausserschulisch engagierten und mit dem Projekt ein regelrechtes Nachwuchsmarketing für die naturwissenschaftlichen Schulen einleiteten, so Gollub weiter.

 

Gesamtmetall beabsichtigt, zum Abschluss des Projekts im Frühjahr 2006 mit den am Projekt beteiligten Lehrkräften, Erzieherinnen sowie Schülerinnen und Schülern eine Veranstaltung durchzuführen und anschließend Projektbeschreibung und -erfahrungen in einer Dokumentation zu veröffentlichen.

 

Weitere Informationen:

 

Wolfgang Gollub
Arbeitgeberverband Gesamtmetall
- THINK ING. -
www.think-ing.de
EMail: gollub@gesamtmetall.de
Postanschrift: Postfach 060249, 10052 Berlin

Physik - Leistungskurs
auf Studienfahrt nach
Wolfsburg

Als es hieß, es finde eine Studienfahrt mit dem Physik Leistungskurs 12 nach Wolfsburg statt, war ich sehr skeptisch. Was würde uns erwarten?
Am Samstag Morgen hieß es schon um 6.45 am Bahnhof in Winnweiler zu sein. Den fehlenden Restschlaf musste – nicht nur ich - im Zug nachholen.

Das Ziel Wolfsburg erreichte unsere 28-köpfige Gruppe erst nach 5 ½ -stündiger ICE-Fahrt ohne Verspätung.

Doch spätestens beim Anblick unserer Unterkunft war alle Skepsis verflogen. Statt - wie gewöhnlich in einer Jugendherberge - hatten Herr und Frau Stetzenbach für uns Zimmer im Hotel Global-Inn (3*-Superior) gebucht. Auch die Programmpunkte waren trotz des Umfanges sehr angenehm, interessant und spannend.

Gleich am Nachmittag besuchten wir noch die Autostadt, welche sich als sehr sehenswert herausstellte.

In Kleingruppen erkundigten wir die Gebäude der unterschiedlichsten Zeitepochen und Automarken der VW-Konzerngruppe. Lamborghini z.B. bot stündlich eine beeindruckende Show mit Auto-an-der-Wand, Licht und Soundeffekten. So mancher von uns versank bei einigen Autos in stille Träume oder streichelte die Karosserie seines Traumautos. Der besonders mutige Marc hatte sich sogar vorab schon eine Fahrt auf dem Geländeparcour direkt am Mittellandkanal mit einem Touareg-Jeep gebucht. Dabei ist er im Wassergraben zur Freude seiner Mitfahrer „abgesoffen“.
Der Abend stand zur freien Verfügung offen. Auch da sind größere Gruppen zusammen unterwegs gewesen und haben das Wolfsburger-Nachtleben erkundet. Der späte Heimweg von der Disco ins Hotel stellte sich allerdings als abenteuerlicher Ausflug heraus.

Sonntags genossen wir zuerst das reichhaltige Frühstücksbuffet des Hotels. Nur ein kleines Gläschen Sekt hätte es können noch abrunden. Danach stand das Phæno Science-Center auf dem Programm.

Zuerst wurden hier unsere Arbeitsaufträge abgearbeitet. Jeweils zwei Schüler mussten 5 Versuche ausführlicher dokumentieren und so Anschließend war bis 18.00 Uhr Zeit zum freien Experimentieren an den über 250 Stationen. Nahezu alle Bereiche des Alltags und viele Spezialgebiete deckten diese ab. Das Phæno Science-Center ist sowohl für Kinder, als auch Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen beeindruckend. Allen Besuchern – uns eingeschlossen - werden viele Eindrücke vermittelt und man sieht die Physik nicht nur eingepfercht in den Raum eines Physiksaales. Physik lässt sich so ohne den Zwang lernen zu müssen mit Spaß und Motivation erleben.

Der Abend stand wieder zur freien Verfügung. Ein italienisches und ein griechisches Lokal zog fast alle mit hervorragendem Essen an. Nur eine kleine Gruppe genoss ihren vierten Döner an diesem Tag auf dem Zimmer.

Am Montag Morgen mussten wir wieder früher aus den Federn. Nach dem Frühstück ging es unter dem Mittellandkanal hindurch direkt zum Werkeingang des VW-Werkes. Bei einer sehr interessanten Führung wurden wir in die ersten „Geheimnisse“ einer so großen Firma eingeweiht. Beim Rundgang durch die Werkshallen konnte man anschließend die Produktion eines Golf-Autos direkt live erleben. Um unsere Füße zu schonen hatte sich die Werksführung etwas Besonderes einfallen lassen. Wir durften die 300 PS eines Golfs bei der Rundfahrt spüren.

Nach einem kurzen Stadtbummel durch die Einkaufsmeile ging es wieder heimwärts.

Abschließend kann man sagen, dass sich alle drei Hauptprogrammpunkte voll und ganz gelohnt haben. Ich würde diese Fahrt jederzeit wieder mitmachen.

Eure Sandra Topf, 12

Herausforderung gemeistert


WEG Präsenz bei Science Days im Europapark Rust

Von Donnerstag 14.10. bis Samstag 16.10.04 experimentierten, konstruierten, diskutierten, fragten und erkundeten weit mehr als 20.000 Besucher die diesjährigen Science Days im Europapark Rust. Über 100 Aussteller sorgten für das informative und begeisternde Programm. Auf Einladung nahm auch das WEG mit insgesamt drei Physik-Projekten teil. Verena Prägert (1. v.r.), Liesa Ritzmann (2.v.r.) und Katrin Schmitt (l.) präsentierten unter der Leitung von Studiendirektor Werner Stetzenbach und dessen Ehefrau Gabriele auf fast 50 qm im Silverstar Dome - direkt unter Deutschlands höchster Achterbahn – die Projekte „Physik im Kindergarten“, „Physik im Alltag“ und zusätzlich entsprechende Workshops für ErzieherInnen und PhysiklehrerInnen.

Die Versuche zum „Angriff aufs Trommelfell“ oder „Warum braucht man im Welltall einen Schutzanzug?“ sorgten für glänzende Augen bei den jüngsten Besuchern. Hunderte von Kindern wissen nun auch „Warum der Eisbär nicht friert“. Begeistert aufgenommen wurde auch die Gesamtkonzeption „Schüler unterstützen ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen“.
Reißenden Absatz fand hierzu die mit dem tjbv (Technischer Jugendfreizeit und Bildungsverein) Berlin herausgegebene Infoschrift (KonTeXis, Heft 13: kostenlos unter www.kontexis.de). Mehr als 150 ErzieherInnen folgten bereitwillig den Ausführungen des Schülerinnenteams aus der Jahrgangsstufe 12 in den entsprechenden Info-Workshops zu diesem Thema.
Im zweiten Projekt konnte man die Geheimnisse von High Tech-Geräten enthüllen. Hier wurde ständig experimentiert, auseinander- und wieder neu zusammengebaut. Neben Jugendlichen waren auch viele Lehrkräfte Teilnehmer der angebotenen Workshops. Diese informierten sich vor allem über die Möglichkeiten Physik neu zu unterrichten um die aktualisierten Bildungspläne in Baden Württemberg zu erfüllen.
Samstag 17.00 – fast ohne Stimme und total verschwitzt konnte man endlich durchatmen. Der Probelauf für das - demnächst auf ganz Deutschland ausgedehnte – KIGA-Projekt ist geglückt. Jetzt noch aufräumen und ab in die Pfalz. Schließlich hatten alle Beteiligte schon einen Tag der Herbstferien hinter sich.
Unser Fazit: Zwei Jahre intensive Projektarbeit mit Verzicht auf Freizeit und Ferientage haben sich voll ausgezahlt. Man durfte schließlich auch auf Einladung des Europa Parkes drei Nächte im Luxushotel Andaluz verbringen und wurde mit freiem Eintritt in den Park belohnt. Unterstützt wurde die Präsentation auch vom Elternbeirat des WEG und der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises. Schließlich mussten alle Geräte nach Rust und zurück transportiert werden. An dieser Stelle herzlichen Dank.

Physik in Kindergarten und Grundschule

Zusammenfassung:

In einer von THINK ING. unterstützten Projektidee aus dem Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler entdecken Kinder bereits in der Vor- und Grundschule die Welt der Physik gemeinsam mit Schüler/innen aus der Sekundarschule, die sie als Pat/innen betreuen. Da in den entsprechenden Veranstaltungen auch gleichzeitig Erzieherinnen oder Lehrkräfte der Grundschule teilnehmen, ist parallel deren Fortbildung im Bereich der Naturwissenschaften integriert. Die Versuche sind kontextorientiert in Gruppen zusammengefasst – z.B. „Angriff aufs Trommelfell“, „Luft ist nicht nix …“ - verbinden Wissenserweiterung mit Orientierung im Alltag und bieten vielfältige Möglichkeiten des selbst Entdeckens und der Selbsttätigkeit.

Buch zum Projekt:
Think-Ing. (Hrsg.): Physik in Kindergarten und Grundschule II
ISBN. 978-3-602-14781

Projektbeschreibung:

Fühlen, hören, sehen ... - schon unmittelbar nach der Geburt beginnen wir unsere Umwelt mit Hilfe unserer Sinne zu erforschen. Ständig entdecken wir Neues. Wir brauchen keine zusätzliche Motivation – wir interessieren uns für alles. Mit Entwicklung und Verständnis der Sprache wird unser Entdeckungsdrang durch die Umwelt gebremst. Fragen, die wir stellen, bleiben immer öfter unbeantwortet; nur besonders hartnäckige Kinder wagen es ab einem gewissen Zeitpunkt noch intensiv zu fragen. Im Bereich der Naturwissenschaften ist dieser Effekt besonders auffallend. Nur wenige Mütter und Erzieherinnen in Kindergärten sind fasziniert von Physik und Technik. Auch in der Ausbildung von Grundschulpädagog/innen werden andere Schwerpunktbereiche als Naturwissenschaften gefordert. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Lehrende – nicht nur in Deutschland - nur einen zweistündigen Physikunterricht in den Klassen 8-10 der Sekundarschule genossen haben und dies vielleicht nur im oft üblichen wissenschaftsorientierten Stil. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Erziehende im Vor- bzw. Grundschulbereich sich nicht für kompetent halten, Technikthemen zu unterrichten.

Wir helfen: Schüler/innen lehren und lernen im Kindergarten
Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Erb-Gymnasiums in Winnweiler haben diese Probleme erkannt und gemeinsam mit ihrem Physiklehrer und dessen Ehefrau einen Lösungsweg entwickelt. Sie bereiten Fragestellungen und Versuche auf, die sie anschließend in Kindergärten und Grundschulen den Kindern vorstellen und mit ihnen durchführen. Die außerordentliche Begeisterung und das oftmals spontan geäußerte Vorwissen das flexibel in den Ablauf integriert werden kann überraschen schon. Damit es nicht beim puren Aktionismus bleibt, verfolgt jede Versuchsgruppe ein bestimmtes Ziel.

Versuche und deren Lehrziele
Einige Experimente und deren Zielsetzungen sind:

- Angriff aufs Trommelfell
Die Aufgabe lautet, den „Disc-Man“ leiser zu stellen, mit dem Ziel, Gehörschäden vorzubeugen. Auf einer Reise von der Schallquelle bis zum Inneren des Ohres werden Schallentstehung und die Aufbauteile des Ohres mit Experimenten erläutert und dabei auch das interdisziplinäre Denken geübt.

- Elektrischer Strom
In drei entwicklungsorientierten Lernfeldern werden die Themen „Wie kommt der Strom in die Steckdose?“, Stromkreise und „Gefahr aus der Steckdose“ behandelt. Eine kleine Schütteltaschenlampe ist experimenteller Ausgangspunk, um den Aufbau und die Funktionsweise eines Generators zu erkunden. Die beim Dauerbetrieb auftretende Ermüdung der Kinder, die den Generator per Hand betreiben, um die Glühbirne zum Leuchten zu bringen, gibt dann Anlass, über Energieeinsparung nachzudenken. Erläuterungen zum Betrieb eines Leuchtsignalturmes oder die Aufgabe, Licht in ein selbstgebautes Haus zu legen, wecken die Motivation, Stromleitereigenschaften und Bauteile wie Glühbirne oder LED näher zu untersuchen. Auf diesem Weg werden erste Erfahrungen mit elektronischen Bauteilen und typischen Geräten eines Elektrikers gemacht. In einem Showversuch werden abschließend die Gefahren des Stromes verdeutlicht und damit die Mahnung, „Finger weg von der Steckdose“ anschaulich verstärkt.

- Warum friert der Eisbär nicht?
Auf einer Reise zu Lars, dem Eisbären, diskutieren die Kinder über dessen Lebensraum mit dem Ziel, von Lars zu lernen, wie er sich gegen klirrende Kälte schützt. Dabei erfahren sie ganz nebenbei, warum es in der Polarregion so kalt ist, und dass Beobachtungen der Natur zu intelligenten Überlebensstrategien und Lösungen für alltägliche Probleme führen können, wie sie in der Bionik umgesetzt werden.

- Luft ist nicht nix …
Gummibärchen werden in ein kleines Glas gefüllt und dann schnell aufgegessen. Danach ist das Glas leer – wirklich? In einfachen Versuchsreihen werden die Kinder vom Gegenteil überzeugt. Tricks zum sicheren Befüllen von Flaschen werden diskutiert und Taucherglocken für Gummibärchen gebaut. Anschließend wird Verständnis für den Atmungsprozess und für Luft als lebensnotwendiger Stoff geweckt. Erzieher/innen erhalten damit Lehrmaterial, das in jedem Haushalt verfügbar ist.


Überlegungen testen und Sinne schulen
Um Spaß und Neugierde zu wecken, sind die Experimente einfach, motivierend gestaltet und sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an. Die Kinder können vielfach selbst experimentieren, Ideen äußern und diese überprüfen. Über die Möglichkeit der verstärkten Selbsttätigkeit wirken wir nachhaltiger als die besten Fernsehsendungen. Experimente, die Kinder selbst durchgeführt haben, merken sie sich besser, können eigenständige Überlegungen selbst testen und ihre Sinne schulen. Dies scheint uns gerade in der heutigen Zeit, in der Kinder immer weniger eigene primäre Erfahrungen machen können, besonders wichtig.

Schüler/innen erwerben Schlüsselkompetenzen und bauen Brücken
Durch die Mitarbeit von Schüler/innen konnten wir von Anfang an auf deren Erfahrungs- und Erlebnishorizont zurückgreifen und ihre Sichtweisen nutzen.
Die Schüler/innen ihrerseits werden veranlasst, Sachverhalte sprachlich dem Verständnis der Kinder anzupassen und so zu argumentieren, dass sie deren Perspektiven einnehmen und mit diskrepanten Ansichten umgehen. Mit zunehmender Erfahrung bauen die Schülerinnen und Schüler Redeängste ab und lernten, überzeugend vorzutragen, gleichzeitig zu experimentieren und zu argumentieren sowie die Arbeit im Team immer selbstständiger zu organisieren und effizienter zu gestalten – und dies ohne den sonst üblichen Leistungsdruck des normalen Unterrichts.
Kindergartenkinder und Grundschüler/innen gewinnen schnell Vertrauen zu den Gymnasiast/innen und behandeln sie wie ihre „große Schwester“ oder ihren „großen Bruder“. Lernende und lehrende Jugendliche arbeiten zusammen in einer Gruppe und steigern auf diese Weise ihre sozialen Kompetenzen. So können wir für viele Kinder Brücken zwischen Vorschule und Grundschule, zwischen Grundschule und Sekundarschule bauen und ihnen dadurch Übergänge zu neuen Erfahrungsbereichen weniger steinig zu gestalten und Brüche in Schulbiographien verringern.
Die Schüler/innen erhalten außerdem einen Einblick in das weite Berufsfeld von Erzieher/innen, Lehrer/innen, Wissenschaftler/innen und Ingenieur/innen, nutzbringende Erfahrungen für die spätere Berufswahl.

Evaluation zeigt größeres Interesse auf
Dank der Unterstützung durch die Think Ing. – Initiative beteiligten sich Schüler/innenteams aus 35 Mint-EC-Schulen an einer Evaluation der Maßnahmen, wodurch über 5000 Kinder in Workshops erreicht werden und über 400 Erzieherinnen an Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen konnten. In einer externen Promotionsarbeit wurde untersucht, inwieweit die Lernmotivation durch das Projekt beeinflusst wird und welche Kompetenzen aus der Sicht der beteiligten Lehrkräfte vermittelt werden. Das Ergebnis beeindruckte.

Fazit
Wir meinen, dass das vorgestellt Konzept es erlaubt, Jugendliche intensiver mit physikalischen – letztendlich naturwissenschaftlichen - Fragestellungen zu begeistern und zwar stärker, als dies mit bisher üblichen Kindergarten- und Grundschulprojekten möglich war.
Mädchen und Jungen experimentierten mit der gleichen Begeisterung individuell oder im Team. Dabei gilt es in dieser Altersstufe die Fähigkeit zum Staunen und beim Spielen auszunutzen sowie generell positive Affekte zu unterstützen und handlungsorientiertes Lernen anzustreben.
Kindergärten und Grundschulen können den von ihnen viel beklagten Rückstand in technischen und naturwissenschaftlichen Themen aufholen. An der Motivation und Bereitschaft der Kinder liegt es nicht.

 

Was ist das Innovative am Projekt?

 

Vorschul- und Grundschulkinder entdecken die Welt der Physik gemeinsam mit Schüler/innen aus Sekundarschulen. So gelingt es, eine Brücke zwischen verschiedenen Alters- und Schulstufen zu schlagen sowie Erzieherinnen und Lehrkräfte der Grundschulen zu unterstützen. Wir fördern einerseits das „Lernen durch lehren“; andererseits wird naturwissenschaftliches Arbeiten zum Paradebeispiel Generationen übergreifender Arbeit.

 

Was können Lehrkräfte von unserem Projekt übernehmen?

Auf der Basis einer von uns erstellten und von THINK ING. herausgegebenen Broschüre lässt sich ein früher kontextorientierter und z.T. spielerisch angelegter Zugang zur Physik verwirklichen. Neuartig ist vor allem auch die Idee Schüler/innen von Sekundarschulen als Ideengeber und mitwirkende Tutoren einzubinden, damit Barrieren abzubauen und das „Lernen durch lehren“ zu fördern.


Zusammenfassung:

In einer von THINK ING. unterstützten Projektidee aus dem Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler entdecken Kinder bereits in der Vor- und Grundschule die Welt der Physik gemeinsam mit Schüler/innen aus der Sekundarschule, die sie als Pat/innen betreuen. Da in den entsprechenden Veranstaltungen auch gleichzeitig Erzieherinnen oder Lehrkräfte der Grundschule teilnehmen, ist parallel deren Fortbildung im Bereich der Naturwissenschaften integriert. Die Versuche sind kontextorientiert in Gruppen zusammengefasst – z.B. „Angriff aufs Trommelfell“, „Luft ist nicht nix …“ - verbinden Wissenserweiterung mit Orientierung im Alltag und bieten vielfältige Möglichkeiten des selbst Entdeckens und der Selbsttätigkeit.

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