Einblicke in die privaten Lektürevorlieben unserer Schülerinnen und Schüler


Bereits zum zweiten Mal fand am Wilhelm-Erb-Gymnasium das Schüler-Rezensionsprojekt in Zusammenarbeit mit "TourLiteratur" statt. Diesmal beteiligten sich daran sogar zwei Kurse der Jahrgangsstufe 12. Nach anfänglicher Skepsis war die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern doch recht groß. Schließlich ging es ja auch darum, Lektüren einmal - entgegen den Lehrplanvorgaben - selbst auszuwählen und sie von den Deutschlehrern lesen zu lassen. Für uns Lehrer stellte dies einen interessanten Einblick in die privaten Lektürevorlieben unserer Schülerinnen und Schüler dar, den man im alltäglichen Unterricht in dieser Weise zu wenig gewinnt.
Das vorliegende Projekt stellt auch eine sinnvolle Ergänzung unserer weiteren Leseförderungsprogramme in der Oberstufe dar. Als Beispiel sei die Aktion "Große für Kleine: Wir lesen vor - überall und jederzeit" der Wochenzeitung "Die ZEIT" und der "Stiftung Lesen" genannt, die wir im November 2004 unterstützt haben. Als positiver Nebeneffekt der Arbeit sollte auch der Erwerb und die Vertiefung sinnvoller (!) Computerkenntnisse erwähnt werden, so der Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen, Strategien zur effektiven Internetrecherche und die Beschäftigung mit leistungsstarken Programmen zur Erstellung von Websites wie z.B. "Dreamweaver MX".

Die Ergebnisse der Arbeit findet man unter www.tour-literatur.de.

Claudia Diedrich und Dieter Rose

Zwölfte Klasse des Wilhelm-Erb-Gymnasiums erstellt Rezensionen für das Internet

In dieser Unterrichtsreihe durften sich die Schüler des Deutsch-Grundkurses die Lektüre selbst aussuchen und die Klassiker Lessing Goethe und Schiller waren dabei ausdrücklich unerwünscht. Denn das Projekt hatte zum Ziel, aktuelle, als Taschenbuch erschienene Romane kritisch unter die Lupe zu nehmen. Die besondere Herausforderung bestand in der Veröffentlichung der Rezensionen im Internetportal TourLiteratur.
Die Schüler suchten sich in kleinen Gruppen Bücher aus, je nach Interessenlage fiel die Wahl auf Liebesgeschichte, Kriminalroman, Science-Fiction-Epos oder Gesellschaftssatire, stellten Buch und Autor den Mitschülern vor und verfassten dann eine Kritik. Bis dahin eine vertraute Vorgehensweise. Doch mit dem Besuch von Dr. Holger Dauer, dem Herausgeber des Internetportals TourLiteratur, bekam das Projekt eine neue Wendung: Mit seiner Hilfe konnten die jungen Kritiker ihre Texte internetgerecht überarbeiten und selbst mit einem Layout versehen. Dafür hatte das WEG eigens ein Programm für professionelles Web-Design angeschafft, das sich hier bewähren konnte. Zum Schluss wartete eine der schwierigsten Aufgaben auf die Schüler: das Verfassen eines sogenannten Teasers. Denn diese kleinen Texte, die den eigentlichen Text ankündigen und mit einem Link dorthin führen, müssen nicht nur einen attraktiven Leseanreiz enthalten, sondern auch ein gewisses Format genau berücksichtigen, so dass mit Sätzen, Wörtern und Silben eifrig gebastelt werden muss, bis es passt. Dass auch diese Aufgabe – wie im Übrigen das gesamte Projekt, das für den Kurs eine willkommene Abwechslung zum Unterrichtsalltag darstellte – hervorragend bewältigt wurde, davon kann man sich nun im Netz überzeugen, unter www.tour-literatur.de.

Friderike Beyer

Unterkategorien

Große für Kleine. Eine Initiative der Wochenzeitung "Die ZEIT" und der "Stiftung Lesen"

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